ENTGELTVARIANTE

 

Um erwerbsfähige Hilfebedürftige nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren und eine dauerhafte Rückkehr zu einem bezugsunabhängigen Leben zu erreichen, bedarf es daher in vielen Fällen einer professionellen Begleitung und gezielten Unterstützung. Eine erfolgsversprechende Möglichkeit bietet hierfür die Entgeltvariante.

 

In den „Arbeitsgelegenheiten mit Entgeltvariante“ (nach §16 Abs. 3 Satz 1 SGB II) werden erwerbsfähige Hilfebedürftige in zusätzliche (Einstellung zusätzlich zum vorhandenen Personal), mit Lohnkostenzuschuss geförderte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse integriert. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer in den letzten 5 Jahren nicht im Unternehmen beschäftigt war (auch keine Nebentätigkeit).

 

Ziel der Entgeltvariante ist eine Aufarbeitung fachlicher und sozialer Defizite der TeilnehmerInnen und damit die Verbesserung ihrer Chancen auf eine dauerhafte berufliche Integration, sprich ihre Übernahme in nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse. 

 

Wir führen seit Oktober 2006 die Entgeltvariante erfolgreich durch. Unser Vorgehen gestaltet sich kurz beschrieben dabei folgend:

 

  • die TeilnehmerInnen werden uns vom Jobcenter bzw. der Arbeitsgemeinschaft zugewiesen.
  • wir führen ein ausführliches Profiling mit jedem/r TeilnehmerIn durch
  • wir erstellen Bewerberprofile und bereiten die TeilnehmerInnen auf Vorstellungsgespräche vor
  • aus unserem vorhandenen Arbeitgeber-Pool suchen wir zusätzliche Arbeitsplätze, die eine individuelle Förderung/Qualifizierung ermöglichen
  • wir schließen Arbeits- und Kooperationsverträge und vermitteln die TeilnehmerInnen in die geförderten, zusätzlichen Arbeitsplätze
  • die TeilnehmerInnen werden arbeitsplatz- und arbeitsmarktbezogen qualifiziert, durch:

- gemeinsam mit den Arbeitgebern entwickelte  Qualifizierungspläne und die praktische Arbeit vor Ort und

- monatliche Qualifizierungstage bei ibis prima. Die Themenwahl wird entsprechend des arbeitsplatzbezogenen Bedarfs festgelegt

  • ArbeitgeberIn und TeilnehmerIn werden im Projektverlauf durchgehend von uns betreut, so dass wir den individuellen Entwicklungsverlauf erleben und bei Bedarf aktuelle Anpassungen vornehmen können

 

Unsere durchgängige Begleitung der TeilnehmerInnen, durch Betreuung und Qualifizierung, zielt darauf ab:

 

  • fachliche und soziale Defizite abzubauen
  • Marktbezogenheit und Arbeitsmarktkompetenz zu entwickeln und zu stabilisieren

 

Somit verbessern wir ihre Chancen auf eine dauerhafte berufliche Integration und legen die Basis für eine anschließende Übernahme in ungeförderte Beschäftigungsverhältnisse in den ersten Arbeitsmarkt.

 

Das Ziel unseres Integrationsprojektes (Arbeitsgelegenheiten mit der Entgeltvariante) besteht darin, die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zur sicheren und anforderungsgerechten Ausübung von Tätigkeiten und Handlungsvollzügen in ihrem Arbeitsbereich zu befähigen, durch die Kombination von:

 

  • praktischer Arbeit in den kooperierenden Unternehmen
  • arbeitsplatzbezogene theoretische Wissensvermittlung
  • Abbau von sozialen Defiziten